Yogareise Portugal 2026
Gemeinsam Kraft tanken
Im Mai 2026 fand in Portugal ein besonderes Retreat für Menschen aus Huntington-Familien statt. Der Landesverband Bayern der Deutschen Huntington-Hilfe organisierte die Reise und ermöglichte damit den Teilnehmenden eine intensive Auszeit vom Alltag.
Fast 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich im Mai auf den Weg nach Portugal. Organisiert und geleitet wurde das Retreat von Alina B., die selbst aus einer Huntington-Familie kommt und sich seit vielen Jahren in der Deutschen Huntington-Hilfe engagiert. Als ausgebildete Yoga-Lehrerin und psychologische Beraterin begleitete sie die Gruppe durch die gemeinsame Woche.
Yoga, Bewegung und einfach einmal durchatmen
Mehrmals während des Retreats fanden Hatha- und Yin-Yoga-Einheiten statt. Dabei ging es nicht um Leistung oder darum, bestimmte Übungen perfekt auszuführen. Vielmehr standen Körperwahrnehmung, Entspannung und ein achtsamer Umgang mit den eigenen Grenzen im Vordergrund. Bei den Yin-Yoga-Einheiten lag der Fokus besonders auf Entschleunigung, Loslassen und tiefer Entspannung. Durch das längere Verweilen in den Positionen entstand Raum, körperliche und innere Spannungen bewusst wahrzunehmen und nach und nach loszulassen.
Ergänzend wurden verschiedene Atemübungen durchgeführt, die dabei unterstützen können, das Nervensystem zu regulieren, Stress und innere Unruhe zu reduzieren und die Aufmerksamkeit wieder bewusst auf den eigenen Körper und den gegenwärtigen Moment zu lenken.
Ein besonderes Erlebnis war der gemeinsame Ecstatic Dance. Bei diesem freien, intuitiven Tanz gibt es keine vorgegebenen Schritte. Die Teilnehmenden konnten sich zur Musik so bewegen, wie es sich für sie persönlich gut und stimmig anfühlte und somit angestaute Emotionen freisetzen.
Daneben blieb bewusst viel Raum für freie Zeit. Niemand musste an einem Programmpunkt teilnehmen. Wer Ruhe brauchte, konnte sich zurückziehen, am Pool entspannen oder einen stillen Platz im Garten suchen. Wer Gemeinschaft wollte, fand jederzeit Menschen zum Austausch, Lachen und gemeinsamen Erleben.
Die kleinen Momente wurden zu den großen
Ausflüge an den Strand und aufs Meer gehörten ebenso zur gemeinsamen Zeit wie ruhige Stunden in der Unterkunft. Oft waren es gerade die unscheinbaren Momente, die besonders in Erinnerung blieben: gemeinsam den Sonnenuntergang beobachten, unter den Bäumen sitzen, am Lagerfeuer singen oder abends zusammen in den Sternenhimmel schauen.
Für viele Menschen aus Huntington-Familien ist der Alltag mit besonderen Belastungen verbunden. Erkrankung, familiäre Verantwortung, Zukunftsfragen oder Sorgen begleiten manche über viele Jahre. Umso wertvoller kann es sein, für einige Tage aus diesem Alltag herauszukommen und gleichzeitig von Menschen umgeben zu sein, die viele dieser Erfahrungen verstehen, ohne dass lange Erklärungen notwendig sind.
Unterstützung durch den Landesverband Bayern und uniQure
Roswitha Moser und dem Landesverband Bayern der Deutschen Huntington-Hilfe war es ein besonderes Anliegen, dieses Angebot zu unterstützen und damit eine solche Auszeit für Menschen aus Huntington-Familien möglich zu machen.
Finanziert wurde das Retreat vor allem durch private Spenden und die Beiträge der Teilnehmenden. Zusätzlich hat uniQure eine finanzielle Spende geleistet. Mit dieser Unterstützung konnten unter anderem die Kosten für den Mietwagen, den Geburtstagskuchen und einige Einkäufe im Supermarkt übernommen werden.
Wir möchten uns herzlich bei allen bedanken, die mit ihren Spenden, Beiträgen und ihrem Engagement dazu beigetragen haben, dass diese besondere gemeinsame Zeit in Portugal möglich wurde – und natürlich auch bei uniQure für die zusätzliche finanzielle Unterstützung.
Die Tage in Portugal haben gezeigt, wie wertvoll solche Angebote sein können – und wie aus Bewegung, Natur, Begegnung und gegenseitigem Verständnis ein ganz besonderer Raum entstehen kann.
„Ich bin ganz ohne Erwartungen zum Retreat gekommen – und wow, hätte ich gewusst, wie gut das tut, hätte ich das schon viel früher gemacht.“
„Ich konnte endlich alles loslassen, was sich so lange in mir angestaut hatte. Das Retreat hat mir wieder gezeigt, wie ich ruhig und entspannt bei mir ankomme.“