Meine persönlichen Erfahrungen mit der Huntington-Krankheit

Mein Name ist Judith und ich bin nicht erkrankt an der Erbkrankheit Chorea Huntington, die man heute Huntington Krankheit nennt. Aber meine Oma mütterlicher Seite, mein Onkel, meine Mutter, meine Schwester und vielleicht meine Cousins und Cousinen, die sich alle nicht haben testen lassen. Mir war es wichtig zu wissen, ob ich die Krankheit habe oder nicht, denn bei jeder unregelmäßigen Bewegung hatte ich Angst vor einem Ausbruch. Ich wollte Gewissheit haben, um mich im Krankheitsfall damit abfinden zu können. Den Ratgeber habe ich geschrieben, da ich der Ansicht bin, dass die Erbkrankheit Huntington nicht totgeschwiegen werden sollte und, um dem Einen oder Anderen eine kleine Hilfestellung zu leisten. Denn damals, vor 15 Jahren, war ich auch froh über jede Hilfe, die ich bekommen habe. Nur mit dem Unterschied, dass man zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel über die Krankheit wusste und es somit nicht viele Möglichkeiten der Hilfe gab. Um die damaligen Erlebnisse besser verarbeiten zu können, habe ich meine Erfahrungen niedergeschrieben. Hierbei möchte ich aber betonen, dass dies meine Erfahrungen sind, sich die Krankheit bei jedem Betroffenen anders auswirken kann und ich natürlich auch keine Ärztin bin. Daher rate ich jedem, der Angehörige mit der Huntington Krankheit hat, sich auf jeden Fall ärztlichen Rat zu holen.